Filomena´s Blog

Sein im formlosen und wandelbaren

Die tausend Schleier

07.02.08 (Aus dem Herzen)

Die 1000 Schleier sind nichts weiter als Gedanken, die mich von meinem wahren Wesen getrennt haben. Diese 1000 Schleier das Ego, nun, auch ein Gedankenschleier. Was muss ich mich um ein Ego kümmern? gar nicht - sondern sein was ich bin, das ist alles.

Wieder und wieder kamen alte Muster auf, Dinge die ich irgendwann mal als wahr-genommen habe oder anders ausgedrückt “festgehalten” habe, sprich geglaubt.

Eine unglaubliche Menge an Ballast, die ich da mit rumschleppte, sehr belastend war das.

Ich machte regelmässig die Übung des Ramana Maharshi, den Geist ins Herz lenken, irgendwann merkte ich auch, dass dies gelang. Doch begann darauf hin eine Art Auflösungsprozess, der alten Muster, d.h. mir wurden viele Gedanken und Muster nochmals aufgezeigt und sie lösten sich dann auf, das ist teilweise noch immer so, es erinnert mich an einen Verbrennungsprozess. Der Geist wird gereinigt - die aufgezeigten Gedanken haben keinerlei Macht mehr, sondern ich bekomme sie quasi kurz vorgeführt, bevor sie ganz verschwinden.

Ein Kommentar

  • 1
    tobias:

    Hallo Filomena,

    all diese Schleier kommen aus dem Ich-Gedanken. Ich habe dir hier einmal
    eine schöne Beschreibung herauskopiert, von John. Man kann ihn tatsächlich so sehen, aber eher “wie nicht physisch”, eher so, wie man die Gedanken
    sieht, also “mit einer Art innerem Auge”:

    “Und eines Tages in der Dusche - das werde ich mein Lebtag nicht vergessen - seifte ich nach innen schauend meine Achselhöhle ein, im Versuch die direkte Erfahrung des Erfahrenden zu machen. Wer fühlt das? Wer ist der der fühlt? Was ist das, sich dessen bewusst zu sein? Und plötzlich, ohne Warnung, sah ich, unmissverständlich, das, was Ramana den Ich-Gedanken nannte, abrupt aus dem Nichts hervorbrechen. Sofort, unerwartet, unbestreitbar, erkannte ich ihn als das wirkliche Gefühl dessen, was ich immer geglaubt hatte zu sein. Er erschien aus dem Nichts, im Nichts, wie der erste Funke einer in einem Feuerwerk explodierenden Rakete, in einen dunklen und leeren Himmel hinein explodierend, zerstäubend, aufblühend, sich verzweigend - ein feuriger Schauer aus Erinnerungen, Absichten und Erwartungen, der Handlungsablauf von dem was ich tue, und warum; und was ich als nächstes zu tun plane, und warum, und all das; aufblühen und sich verzweigen, zu voller Blüte entfalten und wieder in dasselbe Nichts zurückfallen in dem er erschienen war, aus dem dann fast unmittelbar ein anderes „ich“ auftauchte, eine andere Variante der Geschichte über mich. Und das war so lieblich und klar, mit Aufsehen erregender geistiger Einsicht und Verstehen und Bestätigung und Erleichterung verbunden, dass ich in Tränen ausbrach, die glücklicherweise durch den Wasserstrahl der Dusche vor den anderen Mitgefangenen im Duschraum verborgen blieben.

    Und nichts von all dem bedeutet etwas. Nichts von all dem hat irgendetwas damit zu tun, um was es bei der Selbsterforschung geht. Das Wunder zu erkennen, dass das Ego nicht sterben kann, die Herrlichkeit, die Geburt, den Tod und die Wiedergeburt des Ich-Gedankens zu sehen, das Jahr der Seligkeit, die Monate in der Hölle, alles ohne Bedeutung.”

    (aus: http://www.riverganga.org/Translations/tr-the-story-of-how-i-met-gangaji-deutsch.shtml

    Lieben Gruß

    tobias

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