Zwei Krähen, schweigend ins Gespräch vertieft
11.02.08 (Die Welt und ich sind eins)
Als ich heute morgen mit den Kleinen im Park war, war es wie fast immer ziemlich still - es ist in mir still. Die Kinder spielten leise mit kleinen Steinchen und Tannennadeln, die sie in ein Kesselchen füllten und wieder auskippten und wieder einfüllten.
Eine sehr alte Frau kam vorbei und begrüsste und sehr herzlich, wir haben sie schon einmal gesehen. Alt, runzelig und braungebrannt….und sehr liebenswürdig. Sie ging wieder und wünschte und noch einen schönen Sonnentag.
Als wir weiter gingen sah ich unter einer Tanne zwei Krähen, die scheinbar schweigend in ein Gespräch vertieft waren, denn sie gestikulierten mit den Schnäbeln und ihr ganzer Ausdruck zeigte eine ernsthafte oder auch belanglose Krähendiskussion. Einen Augenblick vermisste ich meine Kamera, zu gerne hätte ich dieses Portrait festgehalten, doch dann wurde mir auch gleichzeitig klar, dass es eben nur um ein Festhalten ging.
Ein alter Mongole mit einem wunderschönen, etwa einjährigen Kind begrüsste und warm und herzlich, wir sind und schon am Vortag kurz über den Weg gelaufen. Er erzählte von China und der Mongolei, ich erinnerte mich kurz an die kleinen Tarpanpferde und seine Augen begannen zu leuchten. Wie schön waren doch die beiden, dieses Ungleiche Paar, der Grossvater mit Wettervergerbter Haut und das kleine zarte Wesen mit seiner Milchigen Haut und den schwarzen Mandeläuglein.
Etwas weiter spaziert sind wir bei der grossen Rutschbahn angekommen, der kleine Ismail verzieht sein Schnütchen und will auch schon die Sprossen hochklettern, sieht es dann aber selber ein und wendet sich etwas anderem zu. Neppi dagegen rutscht und rutscht, Ismail ist bald müde und legt sich auf den Boden und heult - das ultimative Signal zum nach Hause gehen….
Zuhause legt sich das Trio ins Bett und schläft eine ordentliche Runde.
Und der Abend verläuft ganz still und friedlich, alle sind glücklich.