Aus Gespräche des Weisen, 2.Oktober 1938
12.02.08 (Ramana Maharshi)
Fr: Wie kann ich meine Leidenschaften bezwingen?
M: Finden Sie deren Wurzel, dann ist es leicht. Was sind Leidenschaften? Aus Neigung und aus Abneigung gegen das, was wir sehen. Wie entstehen die Objekte? Durch unser Nichtwissen vom Selbst. Wenn Sie daher das Selbst finden und darin verbleiben, bereiten Ihnen die Leidenschaften keine Schwierigkeiten mehr.
Was ist die Ursache von Leidenschaften? Der Wunsch, glücklich zu sein oder Vergnügen zu geniessen. Der Wunsch nach Glück entsteht, weil Ihr Wesen selbst Glück ist und es daher natürlich ist, danach zu streben. Aber Glück wird nirgendwo als im Selbst gefunden. Schauen Sie deshalb nicht anderweitig nach ihm aus. Suchen Sie das Selbst und bleiben Sie darin.
Tatsächlich wird dieses natürliche Glück nur wiederentdeckt. Es kann also nicht verlorengehen; während das Glück, das aus anderen Objekten gewonnen wird, äusserlich ist und wieder verlorengeht. Es kann daher nicht von Dauer sein und ist es nicht wert, dass man ihm nachjagt.
Im übrigen sollte das Verlangen nach Genuss nicht bestärkt werden. Man kann ein Feuer nicht löschen, indem man Öl hineingiesst. Der Versuch, das augenblickliche Verlangen zu befriedigen, um die Leidenschaft später besser unterdücken zu können, ist einfach töricht
Es gibt zweifellos Hilfen, um Leidenschaften zu beherrschen: 1. Geregelte Ernährung, 2. Fasten, 3. Yoga-Übungen. Aber die Wirkungen sind nur vorrübergehend. Sowie die Hemmungen beseitigt sind, erscheinen die Leidenschaften wieder mit noch grösserer Kraft. Die einzige Methode, sie zu überwinden, besteht darin, ihnen die Grundlage zu entziehen. Das geschieht, wie erwähnt, indem man ihren Ursprung findet.
29.02.08 um 19:08
wunderbar vani lg olga