Filomena´s Blog

Sein im formlosen und wandelbaren

Ein Tag, einfach ein Tag, ein Abend und eine Nacht

12.02.08 (Die Welt und ich sind eins)

Am morgen kitzelte mich nicht die Sonne aus dem Bett, sondern die beiden Kleinen, die wie wild auf mir rumturnten…aber das bin ich ja gewöhnt diese Turnerei und habe da auch so meine Tricks, das heisst, nein eben hab ich keine. Der Ismail will einfach auf meiner Kopfseite sein, und wenn ich mich drehe wirft er sich über mich um wieder auf der Kopfseite zu sein - Zejneb weiss das aber nicht und wirft sich dann einfach hin und zurück über mich, halt ihr Spiel - hehe, meins nicht.

Dann Pakete parat machen für den Versand, Kinderchen warm anziehen und abmarsch - erst zur Post, dann in den Laden und schliesslich zum geliebten Park. Die Kinder sammelten Tannenzapfen in kleinen Kesselchen um sie dann anschliessend laut schreiend durch die Gegend zu werfen.

So sah ich diesem Treiben zu und genoss die Stille, jawohl das ist Stille, ich weiss zwar dass die beiden brüllen und schreien, doch es kommt nicht bei mir an.

Der Ismail hatte den Bauch zwar voll, weil er eine Riesenschüssel kalten Griessbrei verdückt hatte, doch er ass jetzt auch noch fleissig Erdnussflips, soviel war klar, Mittagessen war inklusive bei ihm.

Für Zejneb und mich kochte ich was kleines, ein Pouletschnitzel mit Bulgur und für sie Kartoffelpüree und Salat. Oh wie bin ich doch in Bulgur verliebt, nicht zuletzt deswegen, weil er so eine kurze Kochzeit hat und dennoch herrlich schmeckt mit geriebenem Käse.

Am Nachmittag hab ich geschlafen, solange bis Ismail aufwachte - ich erinnerte mich noch wie Zejneb mir “Gute Nacht” zuflüsterte und weg war ich. Nun ja, solche Mittagsschläfchen könnte ich locker bis am Abend ausdehnen, doch Ismail kommt dem zuvor. Weiss nicht warum der immer so heult wenn er aufwacht, das ist eine Kinderkrankheit echt, Zejneb tat das auch als sie noch kleiner war. Wenn der Ismail so richtig sauer ist, gebe ich ihm erst ein Fläschchen, manchmal schläft er dann wieder ein oder ist zumindest hinterher nicht mehr so stinkig. Aber der arme Kerl zahnt auch wieder, das muss ich als liebendes Mutterherz halt auch berücksichtigen…nix ekligeres als wenn der Körper Zicken macht.

Hab vorhin noch die Ashtavakra Gita verlinkt, oh diese Schrift lese ich einfach gerne, so richtig Balsam für’s Herz. Es spielt mir keine Rolle dass ich das weiss, es ist einfach eine Wohltat.

Jo, das war’s so in Kürze - irgendwann weiss ich vielleicht auch mal wieder was zu erzählen.

Meine Welt ist gar klein, gewiss sind da viele Details, klar, doch darüber zu schreiben, das würde dem Bhagavan Osho besser zu Gesicht stehen….aber eben. Irgendwie ist mir die Philosophische Ader im Moment nicht nicht greifbar.

Jetzt geh ich ins kuschelige Bett, leg mich neben Zejneb und sehe der Nacht entgegen - zu verpassen hab ich nichts, es ist immer Jetzt, das ist das schöne daran.

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