Filomena´s Blog

Sein im formlosen und wandelbaren

Kleine Erlebnisse

21.02.08 (Erinnerungen)

An einem wunderschönen Nachmittag, wohl der schönste meines Lebens oder zumindest der unvergesslichste, stand die Zeit still über viele Stunden hinweg - dieser Nachmittag war wie ein ganzes Leben. Es war auf einer wunderschönen Wiese, mit vielen Naturblumen auf einer Anhöhe, dort stand eine mächtige und auslandende Linde, die ihre Zweige wie ein Schattendach über ein hölzernes Bänkchen ausbreitete. Unzählige reife Blüten waren zu sehen. Der Himmel war zart hellblau, kein Wölkchen war zu sehen, die Sonne stand leuchtend weit über uns, das Firmament schien unglaublich weit und grenzenlos, wie auch die Wiese - Dort sass ich mit meinem Geliebten im Gras, wir waren eins ein Herz eine Seele in unendlicher Glückseligkeit - ein zärtlich süsses Panorama.

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Oft nahm ich meinen geliebten Hengst ‘Abdallah mit zu mir nach Hause, zu unserem hübschen Haus, er musste dazu eine schmale Treppe hochklettern bevor er im Garten war. Dort hatten wir eine herrliche Laube, die Weintrauben hingen herunter, man brauchte nur ein bisschen aufstehen und schon konnte man mit dem Mund die süssen, blauen Beeren naschen. Einmal kochte ich zum Essen Wiener Schnitzel und ich erlaubte mir mit ‘Abdallah ein Spässchen - ich wollte es wissen, ob man ein Pferd nicht doch zum Fleisch essen animieren konnte und führte ihn an den gedeckten Tisch und servierte ihm ein Schnitzel. Er nicht scheu, knabberte fein säuberlich die Panade vom Schnitzel, lies keinen Brotkrümel übrig - nur das blosse Fleisch liess er wie abgeleckt übrig.

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Als mein Sohn Urs geboren wurde, war ich am Heuen für die Ziegen und Kaninchen, auch der Garten gab viel Arbeit und die Kirschenernte. So geschah es denn, dass ich den Kleinen nur ganz kurz stillen konnte. Ich erzählte dass meiner Freundin, der zukünftigen Patentante und sie sagte, mach dir keine Sorgen deswegen, Babys gedeien wunderbar mit Ziegenmilch. Noch am selben Abend stand sie mit ihrem Lieferwagen vor der Türe und lud eine hübsche hellbraune Ziege aus, die den Namen “Vreni” trug. So kam es dann, dass der kleine Urs Ziegenmilch statt Muttermilch bekam, und es war auffällig, wie kräftig der Kleine war und wie gut er gedieh. Vreni hatte auch sehr gute Milch, auch wir gewöhnten uns an Ziegenmilch und kauften fortan keine Kuhmilch mehr.

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Wir waren uns lange nicht einig, ob wir die Mädchen taufen lassen wollen oder nicht, so wuchsen sie denn heran und konnten bereits gut laufen, als wir uns dann doch entschieden sie taufen zu lassen. Wir kauften ihnen wunderhübsche Kleidchen mit zartrosa Streifen und weissen Krägchen. Sie trugen dazu weisse Kniestrümpfe und so spazierten die beiden Süssen händchenhaltend in die Kirche - niemals vergesse ich diesen herzerweichenden Anblick der beiden.

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Einmal bekam ich ein ganz wuscheliges Wollkneuel, mein Mann brachte das von einem Bauernhof mit. Das Wollkneuel war getiegert und hatte mitten auf der Nase ein braunes Herz. Wir nannten diese herzallerliebste Katze “Herzchen”. Mit Herzchen verbrachte ich so viele glückliche Augenglicke, das Herzchen ist fest in meinem Herzen eingraviert….ein Herzchen was niemals vergeht.

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Meine erste Ziege war eine Zwergziege, ein hellbrauner noch sehr kleiner Bock mit einem dunklen Aalstrich auf dem Rücken. Ihn gewöhnte ich an die Hundeleine und ging mit ihm oft ins Dorf spazieren, er war der Freund vieler Menschen - ich taufte ihn auf den Namen “Zwerg”. Damit er nicht alleine sein musste bekam er eine schwarz-weisse Gefärtin “Krista”, sie erstand ich aus dem Zoologischen Garten. Mit diesen beiden startete eine mehrjährige Ziegenkarriere, wurde ich doch oft “Geissenbäuerin” genannt….das hasste ich so sehr, und kaufte mir eine Kuh, erst war’s eine alte Schlachtkuh, die mich dauerte dem Metzger zu geben…später folgte dann das trächtige Rind “Tulpe”.

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