Einfach sein…
07.03.08 (Spirituelle Erfahrungen)
Das Schöne, wenn man sich dessen bewusst ist, dass man wach ist, und man nicht die Geschichte ist, dass man frei hin und her pendeln kann zwischen: mal spiele ich in der Geschichte mit, und wenn ich Stille möchte, dann ziehe ich mich zurück. Dies ist fürwahr Freiheit - so kann ich wählen zwischen Freud und Leid, denn wer seine Heimat mal kennt, kann jederzeit wieder zurück, diese Türe, wenn sie einmal geöfftet ist (sie war immer offen) schliesst sich niemals.
So pendele ich jetzt auch zwischen Leela und der Heimat, dem formlosen Selbst. Manchmal ist es in Leela sehr schön mitzuspielen, zu fiebern, zu hoffen, zu bangen….wie geht dies wohl aus…
Doch wird es auch anstrengend, lange halte ich es nicht aus in Leela, dann erscheint es mir wieder unwirklich und ich verwerfe alles, oder lasse alles sein und kehre zurück in mein Haus.
Jeder kennt sein Haus. Würde ich mich morgen in einem anderen Körper befinden, z.B. in einem Kinderkörper, würde ich es wissen, dieses vertraute Gefühl von ich bin’s wäre genauso da wie es immer da war. Wäre ich morgen ohne Körper würde ich es auch wissen, diese Vertrautheit ist mein Haus, meine wahre Heimat.
Weil ich meine Heimat kenne, weiss ich auch wie es sich anfühlt ein Berg zu sein, ein Pony, ein Eichhörnchen, der Tobias, der Rakesh oder all die Menschen die mir begegnen, ich weiss, ich spüre wie sich das anfühlt, es spielt keine Rolle ob alt oder jung, ich fühle ins Baby und in die alte Frau, es fühlt sich nach mir selbst an. Das ist eine sehr schöne Verbundenheit, ein echtes Gefühl des Einsseins. Ja die Form ist niemals wichtig, doch das Fühlen ist etwas schönes, sich in eine Form fühlen - deshalb, wer lange über einen Esel meditiert soll sich nicht wundern, wenn er sich wie der Esel fühlt.