Filomena´s Blog

Sein im formlosen und wandelbaren

Bittere Tränen..herzhaftes Lachen

23.03.08 (Aus dem Herzen)

Vorgestern în der früh, sagte ich meinem Mann, dass ich mich scheiden lassen wolle, er erkannte auch sofort meine ernsthafte Absicht dahiner, und es dauerte nich lange bis er weinte, und als ob die Kinder es auch merkten, weinten auch sie und klammerten sich noch mehr an mich.

Immer wieder tröstete ich meinen Mann, bis er schliesslich einwilligte, dennoch schüttelte ihn immer das Weinen, obschon er wirklich jemand ist, der äusserst selten weint, aber er schluchzte diesmal wie ein Kind.

Dann am Abend kamen wir zu der Einigung, dass jeder nachdenkt über eine Lösung.

In der Nacht erschienen mir die Kinder und baten - es war Herzzerreissend, “Oh Mama, bitte verlass uns nicht”.

Am Morgen war mir absolut klar, dass ich es nicht tun würde - denn, ich sah dies als Reflektion an, und es war mir klar, dass ich mir das Herz brechen würde.

Am Morgen fragte ich dann meinen Mann, ob er sich eine Lösung ausgedacht hätte, er sagte nur “Oh Diji niemals könnte ich dich verlassen, oh ich möchte, dass wir gemeinsam noch erleben wie unsere Kinder heiraten, ich möchte bei dir sein auch im Alter. Niemals!

Ich sagte ihm, dass es mir genauso ginge. Dennoch sagte ich im aber, dass ich Ehemüde sei, und er doch mit unserer Kleinen mal wieder nach Kosova soll. Er meinte, dass es für ihn jetzt einfach nicht ginge, doch ob nicht ich Ferien machen wolle?

Nun, bei aller Rechnerei unseres schmalen Budgets ergaben das keine schlauen Ferien. Dennoch buchte er für mich und meine Tochter spontan eine Reise nach Cala Ratjada, ich kenne dieses malerische Fischerdorf sehr gut und klar, jetzt freute ich mich.

Die Liebe zum Geliebten verschwand irgendwie ganz von selbst, weil in der Reflektion sah ich die viele Liebe zu Mann und Kindern.

Ja, eigentlich war mal klar, dass ich nicht viel Taschengeld auf die Reise würde mitnehmen können, doch es kümmerte mich nicht sonderlich. Mein Mann meinte einfach, ich solle doch mal meine Schwester anrufen, ob das Erbe meines Vaters schon in Aussicht stehe (es mussten erst Wertpapiere verkauft werden.

So rief ich sie denn an und sie tadelte mich gleich ein bisschen, weil ich ja telefonisch nie erreichbar bin, sie wollte das Geld schon lange überweise und benötigte einfach meine Kontoangaben.

Nun ist also gewiss, dass mein Taschengeld doch nicht so klein ausfällt wie gedacht, sondern, dass ich es mir jetzt nach Herzenslust gutgehen lassen kann.

Nur eines legte ich meinem Mann ans Herz: “Gell bring wieder dann und wann einen Döner nach Hause…und er ergänzte: Und fahren wie wieder öfters aus mit dem Auto” .

So wichen also die Tränen einem herzhaften Lachen.

5 Kommentare

  • 1
    Olaf:

    Der Arme… .

  • 2
    Raggi:

    ich freue mich fuer Euch, dass Ihr zusammen bleiben wollt! Es gibt so viele tausend Arten, die Ehe aufzufrischen, da wäre es schade, zu früh die Flinte ins Korn zu werfen

  • 3
    Sponti:

    Ich freue mich auch sehr das zu lesen Filomena. Fühlt sich für mich als teilnehmender Leser viel besser und klarer an als dem anderen romantischen Gefühl zu folgen von dem du schon berichtet hast.

  • 4
    Sponti:

    Fühlt sich für mich als teilnehmender leser viel viel besser und klarer an, als die Alternative dem romatischen Gefühl zu folgen von dem du schon berichtet hast. Ich wünsch dir viel Klarheit und Achtsamkeit.
    Sponti

  • 5
    filomena:

    @Olaf, Raggi, Sponti - danke für eure Kommentare. Jaja, ist gut, dass die romantischen Gefühle auch vergänglich sind, aber das Herz leitet einen ja schon recht. So vertraue ich denn immer dass alles zum Besten geschieht für alle, und Vertrauen ist ja immer gut.

    Liebe Grüsse Filomena

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