Sonne und Wiese mit Gänseblümchen
29.03.08 (Kindersegen)
Unser Spaziergang war wundervoll, wir liefen nicht lange, sondern steuerten auf ein freies Stück Wiese zu und ich setzte mich nahe einem Gebüsch.
Wir waren alle richtig glücklich, dass es endlich mal wieder so richtig warm war und wir kurzärmelig rumlaufen konnten. Rückblickend muss ich doch sagen, dass wir den Winter aber auch sehr glücklich überstanden haben. Jetzt blüht es wieder in allen Farben, die Sonne scheint warm und es ist wieder trocken und grün.
Ich mag es so sehr, wenn die Kinder zu mir kommen, und mit ihren Händchen mein Gesicht umfassen und mich auf die Lippen küssen…oft küssen sie auch meine Hände, das ist ein wunderbares Gefühl von Zärtlichkeit. Wie schön, so von den Kindern geliebt zu werden…..ich lieb sie natürlich auch, meine Spätzchen.
Diese beiden Schlawiner essen sehr gerne Fleisch, so machte ich ihnen zum Abendessen Poulet-Cordonbleus, oh wie sie das im Nu verzehrten.
Ein glücklicher Tag neigt sich dem Abend zu, die Kinder gingen gerne ins Bett, waren beide glücklich und müde…ja wie sollte es denn anders sein, wenn die Mutter auch glücklich ist.
Ich brauche sehr wenig zum Glücklichsein, Innenschau genügt oft, doch ich freue mich auch über die Welt, sie erscheint mir ja angenehm. Nette Menschen, schöne Pflanzen und Bäume, schöner Himmel, ja was also sollte mich in trübe Stimmung versetzen?
Wenn der Verstand mal was mäkelt, ist da wie ein Weckruf, der sagt, ach kümmere du dich doch um dich selber, das ist sehr schön, dass das so ist.
Gedicht
Frühling
von Annegret Kronenberg
Keine Macht der Welt
kann ihn aufhalten,
kein Mensch sich
ihm entziehen,
er ist einfach da.
Man siehtihn, riecht ihn,
hört ihn, fühlt ihn,
ja, man lebt ihn sogar.
***
Frühling
Nun ist er endlich kommen doch
In grünem Knospenschuh;
»Er kam, er kam ja immer noch«,
Die Bäume nicken sich’s zu.
Sie konnten ihn all erwarten kaum,
Nun treiben sie Schuss auf Schuss;
Im Garten der alte Apfelbaum,
Er sträubt sich, aber er muss.
Wohl zögert auch das alte Herz
Und atmet noch nicht frei,
Es bangt und sorgt: »Es ist erst März,
Und März ist noch nicht Mai.«
O schüttle ab den schweren Traum
Und die lange Winterruh’:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag’s auch du.
Theodor Fontane
(1819 - 1898)
29.03.08 um 22:51
wunderschön lg olga